Nach einem Jahr in der zweiten Bundesliga startete die Eintracht Turnriege am vergangenen Samstag erstmals wieder im Oberhaus der Deutschen Turnliga (DTL) und empfing zum Saisonauftakt direkt einen echten Hochkaräter. Mit der KTV Straubenhardt reiste eine Mannschaft an den Riederwald, die sich in diesem Jahr gute Chancen auf den Titel ausrechnet und nicht nur national, sondern auch international erfolgreiche Athleten in ihren Reihen hat. Obwohl die Gäste als klarer Favorit in den Wettkampf starteten, wollten sich die Adlerträger nicht verstecken und den Straubenhardtern so gut es ging Paroli bieten.
Wörz punktet für die Eintrachtler
Unter den Augen von DTL-Präsident Michael Götz eröffnete Neuzugang Marcel Graf den Wettkampf am Boden. Schnell zeigten die Gäste am ersten Gerät ihre ganze Klasse und punkteten dank ihrer anspruchsvollen Übungen. Daniel Wörz erhielt für seine besonders sauber ausgeführte Darbietung zwar mehr Punkte als Duellpartner Dario Sissakis, die Differenz zwischen den beiden Wertungen war jedoch nicht hoch genug, um mit einem Scorerpunkt belohnt zu werden. Anders zeigte es sich wenig später am Pauschenpferd, wo Wörz mit einer Wertung von 11,35 im Duell mit Pascal Brendel (10,20) gleich vier Scorerpunkte erzielte. Da sich die Gäste im Anschluss allerdings weder am Pauschenpferd noch an den Ringen weitere Punktverluste erlaubten, ging es mit einem Zwischenstand von 42:4 aus Sicht der KTV in die Pause.
Durchgang zwei geht an Straubenhardt
Den zweiten Durchgang eröffnete Straubenhardt am Sprung. Obwohl die Adlerträger hier durchweg gute Wertungen erhielten, gingen die vier Duelle vor allem aufgrund der anspruchsvolleren Übungen an die Gäste. Auch am Barren gewannen die Straubenhardter mit drei Siegen und einem Unentschieden, das Lewis Trebing gegen Nils Dunkel erzielte. Am letzten Gerät, dem Reck, war es dann wieder Daniel Wörz, der für die Adlerträger im Duell gegen Félix Dolci punktete, ohne dass der Sieg der KTV dabei in Gefahr geriet. So stand mit einem Endergebnis von 75:5 und insgesamt 280,00 erturnten Punkten zwar eine deutliche Niederlage ins Haus, die die Adlerträger jedoch in keinem Fall demotiviert.
Alle haben gut geturnt und alles reingeworfen.
Michael Schmidt
„Wir hätten natürlich gerne mehr Duelle für uns entschieden und ein höheres Ergebnis erzielt, aber man kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, erklärte der Ligaverantwortliche Michael Schmidt im Anschluss an den Wettkampf. „Alle haben gut geturnt und alles reingeworfen. Mit der KTV mussten wir uns heute einfach einem sehr starken Gegner stellen.“
In knapp zwei Monaten geht es für die Adlerträger in der Liga mit dem zweiten Wettkampftag weiter. Am 23. April reisen diese dann zur TSV Pfuhl und wollen gegen den Vorjahressechsten den ersten Sieg der Saison einfahren.